Angesichts der steigenden Anforderungen an die Überwachung der Arbeitszeiten von Fahrer*innen und der zunehmenden Komplexität von Tachographen stehen Transport- und Logistikunternehmen vor neuen Herausforderungen. In diesem Artikel teilen die Expert*innen von Inelo ihre Beobachtungen und Empfehlungen zu den häufigsten Problemen mit Tachographen. Dieser Artikel beinhaltet Tipps, die Unternehmen helfen, schwerwiegende Konsequenzen bei Kontrollen zu vermeiden.
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„Die Karte wurde von selbst ausgeworfen“ oder der Fehler „Letzte Kartensitzung nicht ordnungsgemäß geschlossen“ – dies ist eine sehr häufige Unregelmäßigkeit, die vor der Berechnung der Arbeitszeiten der Fahrer*innen überprüft werden muss. Das Problem kann auf einen physischen Defekt der Fahrerkarte oder des Tachographen selbst zurückgeführt werden, was zu einer fehlerhaften Datenaufzeichnung führt.
Typischerweise sieht das Szenario wie folgt aus: Die Fahrerkarte wird unerwartet ausgeworfen und die darauf gespeicherten Daten sind ungenau. In solchen Fällen können Aktivitäten falsch aufgezeichnet werden, beispielsweise kann der gesamte Zeitraum als Ruhezeit protokolliert werden, obwohl die Fahrer*innen gefahren sind, oder es kann eine ununterbrochene Fahrzeit von 20 Stunden angezeigt werden, obwohl die Fahrer*innen tatsächlich Pausen gemacht haben. Manchmal fordert der Tachograph beim erneuten Einlegen der Karte eine manuelle Eingabe für den gesamten Zeitraum, in dem die Fahrer*innen das Fahrzeug betrieben haben.

Wie im Beispiel der 4Trans-Software von Inelo gezeigt, zeichnete eine Fahrerkarte eine ununterbrochene Fahrt von 01:00 bis 11:52 Uhr auf, die in Wirklichkeit nicht stattgefunden hat. In diesem Fall waren die Tachographendaten korrekt und sollten für die Abrechnung verwendet werden. Das Auftreten solcher Fehler kann unter anderem durch Überprüfen der Manipulationswarnungen im 4Trans-System überprüft werden.
„Zeitreise“ – automatische Tachographenkalibrierung auf der Grundlage falscher GNSS-Daten
Bei diesem Fehler verändert der Tachograph aufgrund fehlerhafter GNSS-Signale die UTC-Zeit, zu der er Daten aufzeichnet. Das Ergebnis kann ein „Zeitsprung“ von beispielsweise einem ganzen Jahr sein. Ein oder zwei Tage lang zeichnet der Tachograph Daten auf, als befände er sich in der Zukunft, bevor er wieder zum Normalzustand zurückkehrt. Leider ist es ohne OSNMA-Technologie nicht möglich, solche Vorfälle zu verhindern. Dies kann auch zu späteren Komplikationen führen, da die Fahrer*innen möglicherweise seine Karten ersetzen müssen, um zu vermeiden, dass ein Jahr später doppelte Einträge aufgezeichnet werden. Glücklicherweise sind solche Fälle sehr selten.

GNSS-Position einfrieren
Gelegentlich aktualisieren Tachographen die GNSS-Positionierung nicht und zeigen eine Meldung an, dass kein GNSS-Signal verfügbar ist. Wenn dies häufig und nicht beispielsweise während Tunnelpassagen auftritt, sollte der Tachograph von einem Servicecenter überprüft werden.


Fehler im technischen Zertifikat von VDO G2V2-Tachographen
In Dateien, die von VDO G2V2-Geräten heruntergeladen wurden, kann im technischen Abschnitt eine ungültige Signatur vorhanden sein, die das Hochladen in die Software verhindert.

Dieses Problem kann auch auftreten, wenn versucht wird, technische Daten aus einem Fahrzeug auszudrucken. Es tritt in der Regel auf, wenn das Kennzeichen zuerst mit einer Firmenkarte in den Tachographen eingegeben wurde. Der Hersteller hat das Problem erkannt und eine offizielle Stellungnahme auf seiner Website veröffentlicht.

Meldung „Hardware-Manipulation” oder Fehler „GNSS-Anomalie” in Stoneridge G2V2-Tachographen
Der Hersteller hat Serviceanweisungen herausgegeben, wie im Falle dieser Fehler vorzugehen ist. Die entsprechenden Dokumente sind in englischer Sprache in zwei beigefügten PDF-Dateien verfügbar.

