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06.01.2022

Maut und Vignetten in der EU

Die Europäische Union verfügt über eines der dichtesten Autobahnnetze der Welt. Vor allem in Westeuropa, wo bereits bedeutende Autobahnstrecken gebaut wurden, entstehen ehrgeizige neue Projekte, um schwierige Hindernisse zu überwinden und bestehende Strecken erheblich zu verkürzen. Autofahrer müssen jedoch für die Nutzung dieser Autobahnstrecken und Straßen häufig Gebühren bezahlen. Diese Gebühren werden in Form von Vignetten und Mauten erhoben.

Maut und Vignetten in der EU

Wie funktioniert das Mautsystem in den EU-Mitgliedstaaten?

Die Mautgebühren auf Autobahnen und Straßen unterscheiden sich von Land zu Land in der EU. Die einzelnen Länder legen ihre eigenen Mautsätze, Erhebungsmethoden und andere Einzelheiten fest.

Das System ist sehr häufig nach Verkehrsart unterteilt. Dies ist zum Beispiel auch in der Tschechischen Republik der Fall, wo Pkw-Fahrer kürzlich noch mit konventionellen Vignetten fuhren, während der Güter- und Busverkehr seit 2007 über ein modernes Mautsystem aus Mautstationen abgerechnet wird, die mit einer Mautbox im Fahrzeug kommunizieren.

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Es gibt jedoch auch bestimmte Streckenabschnitte in vielen Ländern, wo Sie für jede Fahrt eine Maut bezahlen müssen. Dabei handelt es sich in der Regel um Orte, wo hohe Vorabinvestitionen erforderlich waren, um die Autobahn in Betrieb zu nehmen, und wo die Betriebskosten des Projekts ebenfalls erheblich sind. Meistens handelt es sich dabei um bedeutende Tunnel und Brücken. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ein großer Teil dieser in der europäischen Alpenregion zu finden ist, während andere in den nördlichen Teilen Europas liegen, wo große Wasserflächen zu überqueren sind.

Gebührenpflichtige Straßen in der EU

Das Netz der gebührenpflichtigen Straßen in Europa nimmt in den meisten EU-Ländern zu. Zu den ikonischen Projekten dieser Art gehört der Mont-Blanc-Tunnel, der zwischen Italien und Frankreich unter dem höchsten Berg Europas verläuft. Der Mont-Blanc-Tunnel, der knapp 12 km lang ist, ist eines der ältesten und ehrgeizigsten Verkehrsprojekte Europas, bei dem für jede Durchfahrt eine Mautgebühr zu entrichten ist, die je nach Fahrzeugtyp variiert.

Etwas weiter südlich zwischen Italien und Frankreich befindet sich ein weiteres großes Bauwerk, der Fréjus-Tunnel. Er ist mehr als 12 km lang und wird je nach Fahrzeugtyp für die Durchquerung des Tunnels berechnet. 

Weitere wichtige Bauwerke umfassen die Brücke zwischen Malmö und Kopenhagen, den Karawankentunnel, sowie die zwei deutschen mautpflichtigen Tunnel, der Warnowtunnel und der Herrentunnel, die durch Flussdeltas im Norden des Landes führen.

Nicht zu vergessen sind die österreichischen Alpentunnel, die viele Autofahrer von ihren Sommer- und Winterausflügen her kennen. In der gesamten EU gibt es bereits Dutzende ähnlich große Autobahnprojekte und es werden ständig mehr.

Wie bezahlt man die Maut für Brücken und Tunnel?

Die Maut für Tunnel und Brücken wird im Pkw-Verkehr in der Regel vor Ort an der Mautstelle entrichtet. Bei häufigem Verkehr ist es meist möglich, mehrere Durchfahrten zu einem günstigeren Preis im Voraus zu bezahlen.

Für den öffentlichen Verkehr und den Güterverkehr gibt es Lösungen, die das Verfahren erheblich vereinfachen. Die On-Board-Unit im Auto berechnet automatisch die Maut, sobald sie die Mautstelle passiert. Das bedeutet, dass der Fahrer nicht aufgehalten wird und der Verkehr reibungsloser und effizienter verläuft.

Zusätzlich können Sie dank der von Eurowag angebotenen Mautboxen Ihre Maut an einen einzigen Anbieter zahlen, der alle administrativen und sonstigen Aspekte für Sie in verschiedenen EU-Ländern abwickelt. Viele der in diesem Artikel erwähnten Großbauwerke sind ebenfalls an das Eurowag-System angeschlossen.

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